Beispielhaftes Bauen: Auszeichnung für Handschuhsheimer Unterkunft

Im Rahmen ihres diesjährigen Auszeichnungsverfahrens „Beispielhaftes Bauen“ hat die Architektenkammer Baden-Württemberg jetzt auch die Unterkunft für Menschen auf der Flucht in Handschuhsheim-Nord prämiert.

Äußere Gestaltung, Maß und Proportion des Baukörpers, innere Raumbildung, Zuordnung der Räume und Zweckmäßigkeit, Angemessenheit der Mittel und Materialien, konstruktive Ehrlichkeit, Einfügung und Umgang mit dem städtebaulichen Kontext und der Umwelt legte die Jury laut Architektenkammer u.a. als Kriterien bei ihrer Entscheidungsfindung zugrunde.

In Heidelberg wurden insgesamt 14 Objekte prämiert. Diese Lösungen konnten nur durch das gemeinsame Engagement von Bauherrinnen und Bauherren sowie Architektinnen und Architekten gelingen, so die Architektenkammer. Deswegen gälten die Auszeichnung auch der Bauherrschaft und den Architekten gleichermaßen. Architekt der Unterkunft in Handschuhsheim ist Prof. Dr.-Ing. Helmut Lerch, Freier Architekt BDA, Heidelberg.

Quelle: Architektenkammer Baden-Württemberg

Die ersten Bewohner sind eingezogen

In den vergangenen anderthalb Wochen haben insgesamt 15 Menschen aus dem Irak, Iran und Eritrea ihr neues Zuhause „Im Weiher“ bezogen. Es handelt sich um Familien mit Kindern unterschiedlicher Altersstufen. Alle wurden von Mithelfenden des Arbeitskreises „Handschuhsheim hilft“ mit Brot und Salz willkommen geheißen. In den nächsten Wochen werden weitere Menschen, u. a. aus Afghanistan, Gambia und Kosovo, in die Unterkunft einziehen.

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Die Unterkunft im Weiher (September 2017; Foto: Pauly, CC-BY 4.0)

August 2017: Unsere neuen Nachbarn kommen!

Endlich ist es so weit – die Unterkunft „Im Weiher“ ist bezugsfertig!

Bereits ab Ende August können die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen. Nachdem sich der Bezug wegen diverser Baumängel monatelang verzögert hatte, gab das Baurechtsamt jetzt grünes Licht für die Belegung. Bei uns werden Einzelpersonen und Familien zunächst aus dem Irak, Iran, Eritrea, Afghanistan, Gambia und dem Kosovo in der Anschlussunterbringung einziehen. Insgesamt bietet die Unterkunft Platz für 66 Personen.

Die neuen Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft „Im Weiher“ sind Menschen, deren Asylantrag bereits erfolgreich abgeschlossen wurde oder die seit mehr als 24 Monaten in der vorläufigen Unterbringung in Heidelberg gelebt haben. „Die künftigen Bewohner haben in der Regel bereits Sprachkurse besucht und hiesige Lebensgewohnheiten kennengelernt“, sagt Thomas Wellenreuther, Flüchtlingsbeauftragter der Stadt Heidelberg. Deshalb ist es vorrangiges Ziel der Stadt und der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer vor Ort, vor allem die Integration ins Stadtteilleben zu unterstützen.

Wir freuen uns auf unsere neuen Nachbarinnen und Nachbarn und auf viele schöne gemeinsame Handschuhsheimer Erlebnisse.

Die ausführliche Pressemeldung der Stadt Heidelberg finden Sie hier.

 

27. Juli 2017: Sommer-Sprachcafé in Handschuhsheim

Die AG Sprache im Arbeitskreis Handschuhsheim hilft verstanstaltet am Donnerstag, 27. Juli 2017, um 19 Uhr ein Sommer-Sprachcafé. Willkommen sind alle, die gerne andere Menschen aus Heidelberg und der Region kennenlernen und dabei das interkulturelle Verständnis oder eine Sprache üben möchten.

Ort: Alt-Hendesse (Mühltalstraße 4, 69121 Heidelberg-Handschuhsheim)
(aktualisiert am 22.07.2017, 18:45 Uhr)

Weitere Informationen hier

Fest der Begegnung am 22. Juli, HD-Weststadt

22. Juli 2017. 10 – 18 Uhr, auf dem Wilhelmsplatz, HD-Weststadt

Aus der Information der Veranstalter:

Die beiden Weststadt-Initiativen IHKKG e.V. und „Weststadt sagt JA!“ laden herzlich zum Fest der Begegnung ein: Neubürger und Einheimische, Alteingesessene und Gäste, Geflüchtete, nach neuer Heimat Suchende, Engagierte und Neugierige, Große und Kleine…
Fremd ist der Fremde nur in der Fremde, meinte einst Karl Valentin sehr treffend.
Begegnung ist ein Schlüssel um Fremdsein und Fremdheitsgefühle aufzulösen. Und gemeinsam ein Fest auf die Beine zu stellen und zu feiern, schafft Raum für Begegnung. „Weststadt sagt JA!“ und IHKKG e.V. haben zusammen mit dem DAI-Raumfänger und Makerspace ein vielfältiges und spannendes Programm entwickelt.
Das Fest der Begegnung startet ab 10 Uhr mit dem Samstagsmarkt auf dem Wilhelmplatz und endet um 18 Uhr. „Raumfänger“, ein mobiler aufblasbarer Veranstaltungsraum, der von einem DAI-Team zusammen mit Flüchtlingen gebaut wurde und betrieben wird, ist schon morgens mit dabei. Wo immer sich der Raumfänger aufbläst, entsteht ein offener Raum der Begegnung und Kreativität. Beim „Fest der Begegnung“ wird die Blase zu einer Kinder-Mal-Werkstatt, einer Lesebühne und einem Raum kulturellen Austauschs. Natürlich wird auch an diesem Tag Platz freigehalten für Spontanität und Improvisation, also lassen sie sich überraschen!
SMILEY VOICES, eine Kooperation der Grundschule Schlierbach und der Pestalozzischule sowie der Modern Music School unter der Leitung von Mirjam Elsässer und Al Nalder und der syrische Kinderchor Jasmin werden mit deutschen, syrischen und weiteren internationalen Liedern das Fest eröffnen.
Flamenco Tanz ist das Thema des Kiga-KiFaz St. Albert: kleine Aufführung, zeigen wie es geht und alle können mittanzen! Ganz einfach.
Die Band Mayada, ein Weltmusikprojekt der Sängerin Jutta Glaser mit Musikern aus Deutschland, Gambia, Iran, Senegal und Afghanistan nehmen die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise.
Madi Saar aus Gambia kommt mit seiner „One Family Band“ und hat afrikanische Lieder und Tänze im Programm.
Geflüchtete Menschen, manche davon eingebunden in das Projekt „Cook your future“, werden gemeinsam mit Besuchern leckere Gerichte aus Gambia und Syrien zubereiten.
Ein weiteres wichtiges Anliegen für die Veranstalter ist der Informations- und Austausch über die Situation der Geflüchteten u.a. in Griechenland, über lokale Projekte und Aktivitäten sowie über das Engagement für geflüchtete Menschen in der Weststadt.